Geschichte

Die Burg soll bereits um 900 bestanden und als Fluchtburg gedient haben. Urkundlich wurde 1125 ein Pilgrim von Creutzen als erster Besitzer erwähnt. 1209 war Hermann von Creutzen der Besitzer. Nach den Creutzen waren die Volkensdorfer die Besitzer der Burg, die 1282 ein landesfürstliches Lehen war. Die Anlage bestand damals aus zwei Teilen, der vorderen und hinteren Burg. Die Teilung erfolgte unter den Brüdern Hans und Alber Volkensdorfer. Als um 1489 der letzte Volkensdorfer starb ging die Burg an die Brüder Siegmund und Heinrich von Prüschenk über, die sechs Jahre zuvor Teile davon erworben hatten. Als Besitzer folgte 1518 Adam Schweinböck, der die vordere Burg kaufte. Zehn Jahre später verkaufte er diese an Helfrich von Meggau und kaufte sich die hintere Burg. Im Jahr 1532 erwarb Helfrich von Meggau auch die hintere Burg und vereinte die beiden Burgen. 1533 wurde die Lehnsherrschaft aufgehoben und die Burg wurde freies Eigen.

Schutzburg für die Bevölkerung im Strudengau

Während des Türkengefahr um 1594 zählte Kreuzen zu den Verteidigungsburgen im Machland und als Fluchtburg für die Bevölkerung. 1644 starb die Familie Meggau aus. Bereits 1619 kam die Burg durch Heirat von Anna Meggau mit ihrem zweiten Gatten Graf Gottfried Breuer an dessen Familie. 1655 ging die Burg an Siegmund von Dietrichstein, der auch Schloss Greinburg sein Eigen nannte.

Aus dem Jahre 1690 finden wir eine Beschreibung der Doppelburg der Herrschaft Kreuzen:

“Beide Schlösser Kreuzen, das eine das alte und das andere nas neue genannt, das eine mit Ziegeln und das andere mit Schindeln gut gedeckt, welche noch wohl zu bewohnen, samt darinnen sich befindenden zwei Kapellen, item vielen Zimmern, Kammern, stattlich gewölbten Kucheln und anderen Gemächern, item einer auf 1000 Mann ausstaffierten Rüstkammer von allerhand Gewehr,…, dann zwei wasserreichen Zisternen, wi auch am Hofplatz einen springenden Wasserklar und 26 Klafter tiefen Brunnen mit gutem Wasser,…, in summa alles was in der fünf Türmen 1 1/2 Piken hoch um beide Schlösser herumgehenden fast klafterdicken mit Quadersteinen ausgesetzten Ringmauer begriffen ist,…”

Bis Mitte des 20. Jahrhunderts blieb die Burg eng mit Greinburg verbunden. Kaiser Leopold II. flüchtete 1682 vor der Pest aus Wien nach Kreuzen. Um 1716 kam die Burg an Graf Johann Cavriani, 1754 an die Grafen Salburg, die 1776 und 1783 einen Teil der Burg abtragen ließen. 1810 war Fürst Josef Karl von Dietrichstein der Besitzer von Kreuzen, 1823 kaufte Herzog Ernst I. von Sachsen-Coburg und Gotha die Burg, womit um 1876 die britische Königin Victoria als Tochter des Herzogs die Burg zur Hälfte besaß.

Feuer – Großbrand auf der Burg Kreuzen

1880 vernichtete ein Feuer weite Teile der Burg und machte sie zur Ruine. 1966 verkaufte die Familie Sachsen-Coburg und Gotha die Ruine an Herrn Ferdinand Riegler (Starzhofer), damals der Bürgermeister von Bad Kreuzen. 1974 ging der Besitz durch Verkauf an den Fremdenverkehrsverband Kreuzen über, der 1983 die Anlage sanieren und teilweise wiedererrichten ließ. Seit 1983 dient die Burg als Jugendherberge sowie als Kulturzentrum.

 

 

 
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